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von Ulrich Kallfass (Dezember 2011)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Kundinnen, liebe Kunden,

das Jahr 2011 neigt sich dem Ende. Wir stehen an der Schwelle eines neuen Jahres.
Einen persönlichen kurzen Rückblick und einen Ausblick möchte ich Ihnen gerne aus meiner Sicht geben:

Das Jahr 2011 war grundsätzlich ein wirtschaftlich gutes Jahr. Für mich persönlich.ebenso Es war aber auch ein Jahr, wie ich es in meinem ganzen Leben noch nie erlebt habe:
Die Unsicherheiten haben sich drastisch ausgeweitet und verschärft. Berechenbarkeit ist für mich zum Fremdwort geworden. Ich sorge mich um Geschaffenes und ich sehe keinen Lösungsansatz nach Vermeidungsstrategien, geschweige denn für Lösungen. Ich kann auch keinen Willen in der Politik erkennen, ernsthaft alles zu tun, um eine dringend notwendige Trendwende einzuleiten. Dies kann nur „konsequentes sparen“ heißen, Vertrauen in Märkte und Menschen schaffen und langfristige Konzepte festlegen.
Ich befürchte leider auch, dass die teilweise negativen Prognosen für 2012 zumindest in abgeschwächter Form eintreten werden. Jede Abschwächung birgt Gefahren für den Mittelstand: Überkapazitäten fressen Gewinne auf, Gewinnreduzierungen bringen Banken auf den Plan, Kreditrahmenkürzungen sind nicht selten, krisenbehaftete Unternehmen veranbschieden sich vom Markt..
Anderseits stehen wir vor dem – sicherlich nicht neuen – Problem, dass sich der Fachkräftemangel zunehmend zuspitzt.

Sie sagen mit Recht, mit Pessimismus kommt man nicht weiter. Recht haben Sie. Realismus ist angesagt. Das heißt für mich aber, dass wir uns den zunehmenden Problemen ernsthaft stellen müssen und das täglich. Patentrezepte von gestern sind Vergangenheit. Anpassungsfähigkeit, ständige Beobachtung der Märkte und Neuorientierung in vielen Handlungsfeldern sind angesagt.

Manche mögen dies als lästig sehen. Auch Zeiten wie unsere können spannend sein. Um uns herum ändert sich vieles, zu vieles. Auch wir müssen uns verändern. Als die ewig Gestrigen werden wir keinen Erfolg haben.

Ich wünsche Ihnen für die bevorstehenden Feiertage alles Gute, Gesundheit und Gelassenheit. Verlieren Sie nicht den Mut, stellen Sie sich den neuen Gegebenheiten.

Es ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen für die gute Zusammenarbeit, in nicht wenigen Fällen von weit mehr als 30 Jahren, ganz herzlich zu danken. Ich will mein Bestes geben und für Sie da sein.


in Verbundenheit

Ihr

 
   
Ulrich Kallfass